Fluid Audio FPX7

Fluid Audio genießt einen guten Ruf, wenn es um besonders preisgünstige Studio-Monitore geht.

Der Klang folgt

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass Fluid Audio mit dem FPX7-Monitor nicht einfach eine Neuauflage sattsam bekannter Lautsprecher-Bauweisen neu verpackt. Sicher, koaxial aufgebaute Speaker gab es schon häufiger, sogar von Fluid Audio selbst. Auch Monitore mit Bändchenhochtönern sind keine Seltenheit, sondern gehören ins Portfolio von Herstellern wie Adam Audio, Eve Audio, HEDD und anderen. Ein Koaxial­system mit einem Bändchenhochtöner dagegen – das ist zumindest mir neu.

Über die Vor- und Nachteile von Bändchenhochtönern wird immer wieder gestritten. Die eine Seite lobt die Auflösung und Impulstreue der Höhen, die andere Seite kritisiert das Abstrahlverhalten und streitet die zuvor genannten Vorteile ab. Weniger polarisierend ist das Konzept des Koaxialsystems, das durch seine Nähe zur idealen Punktschallquelle eine besonders präzise Darstellung der Dreidimensionalität ermöglichen soll. Letztlich zählt, wie das Ergebnis insgesamt klingt. Und in diesem Punkt muss sich die FPX7 nicht verstecken.

Klang und Flexibilität

Etwas mittig kommt die neue Fluid-Box daher, bleibt aber insgesamt recht ausgewogen. Einzig der Bassbereich scheint unterrepräsentiert. Der angegebene Grenzwert von 42 Hz ist zwar messtechnisch korrekt, wirklich spürbar arbeitet das System aber erst zwischen 60 und 70 Hz. Spätestens ab 80 Hz geht es dann recht geradlinig voran, mit leicht verwaschenen Tiefmitten, aber sehr klaren Höhen. Ein scharfes Stereobild und eine gute Transientenwiedergabe bringen der FPX7 Bonuspunkte ein. Wirklich klasse ist das Abstrahlverhalten der Fluids. Erstaunlich viel bewegen kann man sich, ohne große Einbußen im Klangverhalten hinnehmen zu müssen. Das überrascht vor allem deshalb, weil genau dieser Punkt bei Bändchenhochtönern oft kritisiert wird – dafür aber einer der Vorteile von Koaxialsystemen ist.

Für Flexibilität bei der Aufstellung sorgen zwei Klanganpassungs-Optionen. Mit HF Trim und Acoustic Space lässt sich die FPX7 recht gut an die räumlichen Gegebenheiten anpassen. Die Schaltpositionen haben gegenüber einem Poti zwar den Nachteil, keine Zwischenpositionen einnehmen zu können, dafür ist eine identische Einstellung beider Speaker kein Problem.

Das gilt – erstmals bei Fluid Audio – auch für den Fader auf der Frontseite! Denn die Pro-Serie bietet nun fünf Rastpositionen, sodass eine identische Lautstärke-Einstellung von linkem und rechtem Lautsprecher möglich wird. Ganz ersetzen kann der Fader einen Monitor-Controller aber nicht, dafür leisten die Endstufen selbst bei der Rastposition -18 dB noch zu viel.

Fazit

Die Fader-Pro-Serie punktet mit neuer, resonanzarmer Gehäuseform und einem ungewöhnlichen Speaker-Konzept. Die Kombination von Bändchenhochtöner und koaxialem Aufbau funktioniert erstaunlich gut und weiß vor allem aufgrund des enorm großen Sweet Spots zu gefallen. Im Gegensatz zu den früheren Fluid-Modellen ist die FPX7 kein Schnäppchen. Eine Hörprobe wert ist sie aber auf jeden Fall.