Corona: Finanzielle Hilfe für Musiker

Das Coronavirus bereitet der Bevölkerung nicht nur gesundheitliche, sondern zunehmend auch wirtschaftliche Schwierigkeiten. Insbesondere Musiker, Künstler, Freiberufler, und Soloselbständige trifft der wirtschaftliche Einbruch hart.

Der Wegfall diverser Messen, DJ-Gigs, Musikfestivals und sonstigen Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus, nimmt für Künstler und Freiberufler in der Eventbranche immer mehr existenzbedrohlichere Außmaße an. Doch eine zeitnahe finanzielle Hilfe von verschiedenen Quellen ist in Bearbeitung. Die wichtigsten Hilfsmaßnahmen, sei es vom Staat, der GEMA, GVL oder der Künstlersozialkasse haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Staatliche Soforthilfe

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im Rahmen der „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ verschiedene Eckpunkte definiert, die zur schnellen finanziellen Hilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständigen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu zehn Beschäftigten beitragen. So können bis zu 9000 Euro als Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten beziehungsweise bis zu 15.000 Euro als Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu 10 Beschäftigten ausgezahlt werden. Ziel ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller, sofern die Schwierigkeiten aufgrund des Coronavirus entstanden sind. Eine virusbedingte Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass ist bei der elektronischen Antragsstellung zu versichern.

Weitere Infos: Bundesregierung

 

GEMA

Die GEMA hat ein Nothilfe-Programm in Höhe von 40 Millionen Euro geschnürt. Dieser basiert auf einem „Schutzschirm Live" und einem „Corona-Hilfsfonds“. Während der Schutzschirm Komponisten und Textdichter für abgesagte Veranstaltungen und Live-Auftritten begünstigen soll, dient der Fond als Übergangsgeld der „sozialen und kulturellen Förderung“. Wichtig ist, dass GEMA-Mitglieder ihre nicht stattgefundenen Veranstaltungen per Mail bei der GEMA bekanntgeben. Aufgrund der behördlichen Anordnung zur Schließung des GEMA-Betriebs, sollen für Lizenznehmer keine GEMA-Gebühren anfallen. Darüber hinaus sind für die GEMA-Mitglieder die Ausschüttungen zum 1. April 2020 und zum 1.Juni 2020 gesichert.

Weitere Infos: GEMA

 

GVL

Auch von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) werden finanzielle Hilfen angeboten, die sich ausschließlich an freiberuflich oder kurzfristig Beschäftigte richtet. Können die Honorarausfälle durch Veranstaltungs- oder Produktionsabsagen aufgrund von Covid-19 nachgewiesen werden, wird eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro gewährt. Das passende PDF-.

Weitere Infos: GVL

 

KSK

Die Künstlersozialkasse (KSK) hat für ihre Versicherten unbürokratisches Verwaltungshandeln durch Zahlungserleichterungen angekündigt. Mit einem formlosen, schriftlichen Antrag zur Beitragsstundung oder Ratenzahlung genügt eine E-Mail an: auskunft@kuenstlersozialkasse.de 
Mit einer triftigen Begründung kann eine zinslose Stundung bis zum 30. Juni 2020 gewährt werden. Sind bei einer Minderung des Einkommens nicht mehr die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht erfüllt, bleibt der bestehende Versicherungsschutz weiterhin bestehen. Für abgabepflichtige Unternehmenist eine Reduktion der monatlichen Vorauszahlungen auf Antrag möglich, sofern die Entgelte das Vorjahr unterschreiten.

Weitere Infos: KSK

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