4 Tricks für euren Mixing-Workflow

Es gibt beim Mixing einige Zielpunkte, die immer wieder angesprochen werden: Transparenz, Lebendigkeit und Dreidimensionalität. Mit diesen 4 Tipps könnt ihr sie einfacher erreichen.

1. A/B-Vergleichen

Schaltet EQs und Effekte immer wieder in den Bypass und hört euch an, ob ihr dem Signal wirklich etwas Gutes tut. Vielleicht braucht die Aufnahme gar keine weitere Bearbeitung? Selbst, wenn euch eure Arbeit gefällt, solltet ihr immer wieder kritisch prüfen, wie weit ihr euch vom Klang der Aufnahmen entfernt. Ändert ihr möglicherweise die Tonalität der Produktion in eine Richtung, in die der Recording Engineer oder Produzent vielleicht absichtlich nicht wollte?

2. Pausen machen:

Es kann nicht oft genug betont werden, wie wichtig es ist, eure Arbeit immer wieder zu unterbrechen. Das menschliche Ohr ist sehr anpassungsfähig, es kann sich in kürzester Zeit an die verschiedensten Umstände gewöhnen. Das ist eine große Stärke, kann euch beim Mischen aber furchtbar auf die Füße fallen, wenn ihr sechs Stunden am Stück gemischt habt und am nächsten Tag mit frischen Ohren feststellt, dass der Mix ganz furchtbar geraten ist. Nehmt euch etwa alle 60 Minuten mindestens zehn, lieber zwanzig Minuten, um eure Ohren zu resetten.

3. Mehrere Abhören

Es gibt einige erfahrene Engineers, die arbeiten ausschließlich mit einem ganz bestimmten Set von Lautsprechern. Die meisten aber schalten immer wieder zwischen sehr unterschiedlichen Systemen um, und das solltet ihr auch tun. Zum einen arbeitet ihr damit gegen die zuvor erwähnte Gewöhnung eurer Ohren. Zum anderen haben verschiedene Abhören ihre jeweiligen Eigenheiten, Stärken und Schwächen. Es muss dabei nicht immer gleich ein weiteres Paar teurer Studio-Monitore sein, oft sind schon günstige Hifi-Boxen hilfreich bei der Beurteilung bestimmter Aspekte.

4. Referenz-Produktionen

Legt euch einen Ordner auf eurem Produktionsrechner an, in dem ihr eurer Meinung nach besonders gelungene Fremdproduktionen verschiedener Musikrichtungen ablegt. In einem aktiven Projekt zieht ihr eine passende Referenzproduktion dann auf eine eigene Spur und hört hin und wieder rein, um zu erkennen, wo die Unterschiede zwischen eurem Mix und der Referenz liegen. Sind die Unterschiede beabsichtigt, ist alles gut. Ist die Referenz sehr viel dumpfer als euer Mix, habt ihr vielleicht aufgrund eines bereits ermüdeten Gehörs über längere Zeit immer wieder Höhen zugeschoben - und ihr solltet eine Pause machen.

Weitere Tipps und Tricks für transparente Mixes findet ihr in der Ausgabe 1/17 - Wir zeigen euch, wie ihr die Instrumente in der Mischung sauber trennt.