Rundgang durchs Studio

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Aus dem Kabel in den Computer

Wir nähern uns dem, was heute wohl unzweifelhaft als das Herz der allermeisten kleineren Studios bezeichnet werden kann. War früher eine große Mischkonsole das zentrale Element einer Musikproduktion, nimmt diese Rolle heute zumeist der Rechner ein. Computer können allerdings mit analogen Stromsignalen nicht viel anfangen, also muss übersetzt werden. Die Übertragung in die Welt der Einsen und Nullen bewerkstelligt der Wandler, genauer der Analog-Digital- oder AD-Wandler.

Analog und digital sind so elementar unterschiedliche Signalsysteme, dass eine gute Wandlung nicht so trivial ist, wie man oft annimmt. Die analoge Klangwelle muss in unzählige Teile zerschnitten und Stück für Stück auf der Lautstärketreppe angeordnet werden. Die Sampling-Rate gibt an, in wie viele Elemente auf der Zeitachse das Signal unterteilt wird: Bei einer CD sind das 44.100 Elemente pro Sekunde, das Sampling geschieht also mit einer Frequenz von 44,1 kHz. Für jedes dieser Elemente kann das Sig­nal dann auf der Lautstärkeskala eingeordnet werden, die eine Auflösung von 16 Bit bei der CD hat – das entspricht 65.536 verschiedenen möglichen Werten und damit einem Dynamikumfang von 96 dB.

Je feiner das Signal aufgelöst ist, des­to präziser können in der digitalen Umgebung Berechnungen damit angestellt werden. Aus diesem Grund arbeitet man in der Musikproduktion meistens mit höheren Werten und rechnet erst am Ende das Ergebnis auf das Zielformat herunter. Die meisten Aufnahmen werden mit 24 Bit gemacht, die Sampling-Frequenz kann Werte von 44,1 kHz bis 192 kHz betragen. Dabei ist zu beachten, dass jede Erhöhung der Frequenz ein höheres Datenaufkommen bedeutet, was neben Speicherplatz auch Rechenkapazität beansprucht. Für die meisten Homerecording-Anwendun­gen reichen 44,1 kHz aus.



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