Rundgang durchs Studio


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Aus der Luft ins Kabel

Bei der Aufnahme von akustischen Instrumenten oder Stimmen ist das erste Glied der Kette – der Musiker! Darauf muss einfach hingewiesen werden: Jede Kette, auch die Aufnahmekette, ist nur so stark wie das schwächste Glied. Einen schlechten Musiker mit einem schlechten Instrument macht auch High-End-Equipment nicht zum Star. Stimmen aber die Voraussetzungen, wird ein geeignetes Mikrofon den Klang optimal einfangen. Hier steht aus gutem Grund: „ein geeignetes Mikrofon.“ Denn die Eignung hängt nicht unbedingt mit dem Preis zusammen. In vielen Situationen schlagen sich erschwingliche Mikrofone besser als 3.000-Euro-Geräte. 

Drei grundsätzliche Bauformen beherrschen den Mikrofonmarkt. Dynamische Mikrofone sind vor allem auf der Bühne zu Hause, weil sie relativ unempfindlich gegen grobe Behandlung sind. Im Studio finden dynamische Mikros vor allem auf Spezialgebieten Anwendung: Shure SM57 an der Snare, Sennheiser MD 421 an den Toms, Electro-Voice RE20 an der Bassbox – um einige gängige Modelle zu nennen. Traditionell findet man im Studio die dynamischen Mikrofone immer da, wo es laut wird, da sie anderen Bauformen im Bezug auf ihren Grenzschalldruckpegel, also der höchsten verzerrungsfrei übertragbaren Lautstärke, oft überlegen sind. Dafür ist das Tauchspulenkonzept, bei dem eine Spule an der Membran befestigt ist und bei Vibration Strom induziert, eine relativ träge Bauform. Das äußert sich in oft weichgezeichneten Transienten (gewissermaßen die klangliche Kennlinie eines Signals) und einer etwas schwächeren Wiedergabe der Höhen.


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